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Angiologie

Der Schwerpunktbereich Gefäßkrankheiten (Angiologie) umfasst die Untersuchung und die Behandlung der Erkrankungen der Gefäße des Körpers.
Hierzu gehören die:

  • Arterien (Schlagadern)
  • Venen
  • und Lymphgefäße

 

Beispiele wichtiger, bei uns behandelter Gefäßkrankheiten:

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

    Aufgrund von Verengungen der Schlagadern, kommt es zu einer mangelhaften Blutversorgung der Beine oder, viel seltener, der Arme. 

    In fortgeschrittenen Fällen treten zunächst Muskelschmerzen bei Belastung der betroffenen Extremität auf, die sich in Ruhe regelmäßig wieder zurückbilden (sog. „Schaufensterkrankheit“).

    Sollte die Schaufensterkrankheit die oder den Betroffenen erheblich einschränken, so kann in vielen Fällen mithilfe einer Ballonerweiterung („PTA“) die Durchblutung deutlich gebessert und die Beschwerden erheblich gelindert werden.

  • Nierenarterienstenose

    Hochgradige (mindestens 70%-ige) Verengungen der Schlagadern, die die Nieren mit Blut versorgen (Nierenarterien), führen einerseits zu einem schlecht einstellbaren Bluthochdruck, andererseits leidet die Nierenfunktion selbst: die lebensnotwendige Ausscheidung von Abfallstoffen nimmt ab, die „Nieren“-Werte im Blut steigen.

    In diesen Fällen kann eine rechtzeitige Ballonerweiterung („PTA“) die Situation deutlich verbessern.

  • Verengung der Halsschlagader (cAVK)

    Neben Herzrhythmusstörungen (v.a. Vorhofflimmern) sind verengte Halsschlagadern (sog. „Karotisstenosen“) einer der Hauptursachen von Schlaganfällen.

    Um einen großen Schlaganfall zu vermeiden können heute Karotisstenosen operativ (Thrombendarteriektomie, TEA) oder mithilfe der auch bei uns durchgeführten Kathetertechnik (perkutane transarterielle Angioplastie, PTA) beseitigt werden.

  • Thrombosen der tiefen Venen und Lungenembolie

    Aufgrund der niedrigen Flussgeschwindigkeit des Blutes kommt es in den Venen, die das Blut zurück zum Herzen transportieren, viel häufiger als in den Arterien zur Bildung eines Blutgerinnsels. Wird ein Teil des Gerinnsels mit dem Blutstrom zurück zum Herzen mitgerissen, so kann es zur Verstopfung der Lungengefäße kommen (Lungenembolie), nicht selten eine lebensbedrohliche Erkrankung.

    Daher bedarf eine Thrombose der tiefen Venen unabhängig von dem betroffenen Körperteil der sofortigen ärztlichen Vorstellung und Behandlung.

  • Chronisch venöse Insuffizienz

    Bei der chronisch venösen Insuffizienz handelt es sich um eine Funktionsstörung der Klappen der tiefen Beinvenen. Nur mithilfe funktionstüchtiger Venenklappen kann das Blut im Stehen oder Sitzen aus den Beinen gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen transportiert werden. Sind diese defekt, kommt es in den Beinen aufgrund des Rückstaus des Blutes zur Schwellung, später auch zur Hautverfärbung, -verhärtung und zu offenen Wunden (sog. venöses Ulcus cruris).

  • Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind relativ seltene, entzündliche Gefäßkrankheiten. Die Entzündung ist meist autoimmun bedingt und oft nur schwierig zu benennen. Je nach den betroffenen Gefäßen, können mehrere Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Beschwerden abgegrenzt werden.

 

Angewandte apparative Verfahren

Wir bieten alle wesentlichen nicht-invasiven und invasiven Verfahren der Gefäßmedizin im Bereich der Peripherie wie auch der Carotisarterien an:

  • Ultraschall
    • Duplex-Arterien (sämtliche Gefäßprovinzen)
    • Venen-Sonographie (sämtliche Gefäßprovinzen)
  • Knöchel-Arm-Index-Bestimmung
  • Kapillarmikroskopie
  • Oszillographien
  • Laufbanduntersuchung
  • Venen-Verschluss-Plethysmographie
  • Licht-Reflex-Rheographie
  • Invasive Angiologie und PTA
    • Angiographien in DSA-Technik (sämtliche Gefäßregionen)
    • Ballon-Dilatationen und Stent-Implantationen (Becken- und Beingefässe, Aorta, Halsschlagader, Nierenarterien, u.a.)
    • Nierenarterien-Ablation bei arterieller Hypertonie
  • Kardiovaskuläre MRT-Untersuchungen

Behandlungsschwerpunkte stellen die invasiv-interventionellen Verfahren (Katheterverfahren) sämtlicher Gefäßgebiete, einschließlich der Halsschlagader und der Aorta sowie die Magnetresonanz (MRT)-Angiographie dar.

Routinemäßig erfolgen Ballondilatationen ohne oder mit Stentimplantationen in folgenden Gefäßbezirken:

  • Halsschlagadern (Karotis-PTA)
  • Arterien im Schulter- /Armbereich
  • Nierenarterien
  • Bauchgefäße
  • Bein- und Beckenarterien
  • Obere Hohlvene

Komplexe Fälle werden interdisziplinär im Rahmen unserer wöchentlich stattfindenden Gefäßkonferenz besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt.

Aktiv für Herz und Kreislauf
Sana Kliniken AG: Starkes Engagement für Aufklärungs- und Präventionsarbeit.