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Dick- und Enddarmchirurgie (Kolorektale Chirurgie)

Die kolorektale Chirugie umfasst die operative Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen des Dick- und Enddarms.  Im Jahr 2008 wurde der Klinik von der Deutschen Krebsgesellschaft die Anerkennung als zertifiziertes  Darmzentrum verliehen.

Gutartige Veränderungen des Dick- und Enddarmes

Gutartige zur Behandlung kommende Erkrankungen sind  beispielsweise chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie die Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und die Sigmadivertikulitis. Nach Ausschöpfung medikamentöser Therapien oder bei Komplikationen kann eine operative Therapie erforderlich werden. Technisch erfolgen die chirurgischen Maßnahmen wenn immer möglich durch die minimal-invasive Operationstechnik (sogenannte Schlüssellochtechnik). Dadurch wird der Patientenkomfort deutlich gesteigert. Nach dem Eingriff schneller wieder auf den Beinen, weniger Schmerzen und ein nur wenige Zentimeter langer Schnitt, das sind für die Patienten die wichtigsten Vorteile eines minimal-invasiven Eingriffs. Auch Erkrankungen des Wurmfortsatzes (Appendix) und des Beckenbodens (z.B. Inkontinenz) mit Rektum- und Analprolaps werden behandelt.

Bösartige Veränderungen des Dick- und Enddarmes

Die Mehrzahl der Patienten leidet jedoch an bösartigen Darmerkrankungen (Kolon- und Rektumkarzinome).

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Jährlich erkranken rund 70.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs.

Die Aussicht auf Heilung und die Überlebensprognose haben sich jedoch Dank der kontinuierlichen Verbesserung der Früherkennung und der zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten (Chirurgie, Endoskopie, Chemotherapie, Strahlentherapie) deutlich verbessert.

Gerade aus diesem Grund ist eine enge Kooperation der Spezialisten auf diesem Fachgebiet von besonderer Bedeutung. Als von der Deutschen Krebsgesellschaft Zertifiziertes Darmzentrum verfügen wir über eine Spezialambulanz und Spezialstation für Darmkrebspatienten. Die auf den Einzelfall abgestimmte Diagnostik kann so schnell und zielführend durchgeführt und die notwendigen Behandlungserfordernisse miteinander abgestimmt und nach Besprechung im interdisziplinären Tumorboard veranlasst werden. Abhängig von der  Befundkonstellation des individuellen Patienten erfolgt die Behandlung.

Frühformen des Darmkrebses können bei entsprechender Lokalisation gegebenenfalls minimal – invasiv (laparoskopische Chirurgie, Transanale Endoskopische Mikrochirurgie TEM) behandelt werden.

Bei fortgeschrittenen größeren Tumoren erfolgen etablierte Operationsverfahren mit der Entfernung des tumortragenden Darmabschnitts und des zugehörigen Lymphabflussgebietes. Durch exakte Identifizierung der anatomischen Strukturen und gewebeschonende Operationsverfahren wird der Eingriff so schonend wie möglich vorgenommen.

Gegebenenfalls kann bei größeren Tumoren des Enddarms (Rektumkarzinom) eine Vorbehandlung, die sogenannte „neoadjuvante Radio- und Chemotherapie“ notwendig sein, bevor eine heilende Operation durchgeführt wird.

Lebensqualität steht im Mittelpunkt

Neben der chirurgischen Heilung der Darmkrebserkrankung gilt ein wesentlicher Aspekt der Gewährleistung der Lebensqualität der Patienten nach der operativen Therapie. Aus diesem Grund wird z.B. ein künstlicher Darmausgang bei der Operationsdurchführung wenn immer möglich vermieden werden. In Abstimmung mit Ihrer/Ihrem behandelnden Hausärztin/-arzt ist durch die Gewährleistung einer kontinuierlichen Tumornachsorge der Behandlungserfolg durch Anbindung an das Leistungsportfolio des Darmzentrums am Karl-Olga-Krankenhaus langfristig gewährleistet.

Zertifiziertes Leber-Galle-Zentrum
Optimale Behandlung von Patienten mit Erkrankungen der Leber oder Galle