Radiologische Diagnostik
In der Regel wenden sich Frauen an unser Brustzentrum, bei denen bereits der Verdacht auf eine Brusterkrankung besteht. Sie haben z.B. einen Knoten selbst getastet oder aber er wurde durch den betreuenden Frauenarzt oder den Hausarzt entdeckt. In vielen Fällen sind bereits diagnostische Maßnahmen erfolgt.
Mit Dr. Axel Helwig besitzt das Brustzentrum einen Spezialisten auf dem Bereich der gynäkologischen Radiologie und Mammadiagnostik. Mit über 6.000 durchgeführten Mammographien und über 200 Stanz-Biopsien pro Jahr verfügt er über außergewöhnlich große Erfahrungen auf dem Gebiet der bildgebenden und interventionellen Diagnostik der Brust.
Diagnostik der Brust:
- Digitale Mammographie (röntgenologische Reihenuntersuchung der Brust): hierbei können bösartige Karzinome bereits mit einem Durchmesser von drei bis vier Millimeter entdeckt werden. Diese Größe oder gar Karzinome im Vorstufen-Stadium lassen sich bei konventionellen Untersuchungen selbst durch einen erfahrenen Arzt nicht ertasten.
- Ultraschall, Dopplersonographie zur präoperativen Klassifizierung des Befunds
- Kernspintomographie / Magnetresonanztomographie (MRT) zur präoperativen Klassifizierung des Befunds
- Computertomographie (CT) zur präoperativen Klassifizierung des Befunds
- Stanzbiopsien zur histologischen Sicherung
- Galaktographie mit Röntgenkontrastmittel
- Vakuum-Saug-Biopsie (Mammotom)
Sonstige bildgebende Untersuchungsmethoden:
- Abdomensonographie (Leber-Ultraschall)
- Röntgenuntersuchungen (Lunge, Knochen)
- CT und MRT (u.a. zur Metastasensuche)
Durch die ambulante Stanz-Biopsie wird der Herd feingeweblich (histologisch) gesichert, sodass schon vor der Operation festgestellt werden kann, ob eine Bösartigkeit vorliegt. Dies ermöglicht eine exakte Planung der notwendigen Operation. Die jeweiligen operativen Optionen (Brusterhaltung oder Entfernung der Brust) werden jeweils in der Tumorkonferenz gemeinsam mit dem Radiologen und den Operateuren besprochen.
Die therapeutischen Möglichkeiten werden anschließend ausführlich persönlich mit der Patientin erörtert.
Im Falle von „Mikrokalk“ wird der entsprechende Herdbefund in der Brust unmittelbar vor der Operation durch Dr. Axel Helwig mit einem Draht markiert. Das ermöglicht dem Operateur das exakte Auffinden des verdächtigen Gewebes in der Brust. Dr. Helwig prüft dies durch eine „Präparateradiographie“ noch während des Eingriffes.
Einzigartig in Stuttgart ist die durch Dr. Helwig durchgeführte MRT-Markierung. Dadurch können selbst kleinste Befunde, die weder in der Mammographie noch im Ultraschall zu sehen sind, zielgenau der operativen Abklärung zugeführt werden.



