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Aktuell werden nahezu alle Mammakarzinome in der Folge der Operation systemisch therapiert. Das Ziel ist es, das Risiko für ein Rezidiv oder eine spätere Metastasierung zu senken. Entscheidend für die Auswahl ist das so genannte Risikoprofil der individuellen Erkrankung der Patientin.

  • Antihormontherapie

    Bei Rezeptor-positiven Tumoren (Karzinome, die unter Hormoneinfluss gewachsen waren) kommt fast immer die antihormonelle Therapie zum Einsatz.

    Medikamente wie Tamoxifen oder aber die modernere Methode der Aromatasehemmer (Arimidex, Femara, Aromasin) sind die Standardsubstanzen.

    Die Therapie schließt sich in der Regel an die Operation an und dauert mehrere Jahre. Oftmals muss die antihormonelle Medikation mit der Chemotherapie kombiniert werden.

    In der interdisziplinären Tumorkonferenz werden die jeweiligen Behandlungsstrategien ausgearbeitet und dann in ausführlicher Form der Patientin erläutert.

  • Chemotherapie

    Sollte das Profil der Patientin eine Hochrisikosituation ergeben, so muss nicht selten eine Chemotherapie zum Einsatz kommen. Dies trifft häufig gerade auf die jüngere Patientin zu, kann aber auch im Bedarfsfall bei postmenopausalen Frauen notwendig werden.

    Die Qualität der unterstützenden Substanzen macht es möglich, auch aggressivere Therapien problemlos ambulant einzusetzen.

    In unserem Brustzentrum kommen alle aktuell gängigen Standard-Chemotherapien zum Einsatz. Die Auswahl wird in der Tumorkonferenz beschlossen und orientiert sich an der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage. Somit ist gewährleistet, dass die Patientin die jeweils für ihre individuelle Situation bestmöglichste Therapie erhält.

    Die Infusionstherapien werden in den Räumlichkeiten des Brustzentrums in ruhiger, freundlicher Atmosphäre durchgeführt. Dies geschieht ausnahmslos ambulant, d.h. nach erfolgter Gabe kann die Patientin wieder nach Hause gehen.

    Sollte es die Situation verlangen, wird zum Beginn in einem ambulanten Eingriff über die kooperierende Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Karl-Olga-Krankenhaus ein Portsystem angelegt. Über dieses Hilfsmittel ist eine problemlose und sichere Infusion gewährleistet. Die Patientin ist dadurch völlig frei beweglich und kann sich auch während der Therapie jederzeit frei bewegen. Für das leibliche Wohl ist jederzeit gesorgt. Auf Wunsch kann die Patientin auch während der Therapie eine entspannende Rückenmassage über unsere modernen Massageliegen erhalten.

    Während der Therapie ist die Patientin unter ständiger Überwachung durch die gynäkologischen Onkologen  sowie durch die ausgebildete onkologische Schwester des Zentrums.

    Chemotherapien setzen wir ein bei:

    • Adjuvanter Situation (Therapie nach Operation bei Erstdiagnose)
    • Neo-adjuvanter Situation  (Therapie vor der Operation zur Verkleinerung des Tumors)
    • Palliativer Situation (Therapie bei Metastasen)

    Ebenfalls angeboten werden:

    • Bisphosphonattherapie bei Knochenmetastasen
    • Immunologische Antikörpertherapien (Herceptin) im speziellen Fall
    • Experimentelle Therapien unter Studienbedingungen

    Es ist nicht zwangsläufig notwendig, am Brustzentrum operiert worden zu sein, um dort eine indizierte Chemotherapie zu erhalten. Selbstverständlich wird dies auch den Patientinnen angeboten, die in einem anderen Krankenhaus operiert wurden.

Zertifiziertes Brustzentrum
am Karl-Olga-Krankenhaus

24-Std. Brusttelefon
0176 29205929